Noichl unterbindet Schleichwerbung während Hearing im Europäischen Parlament.

30. Januar 2015 | Europa

Die Milchwirtschaft in Europa steht vor einem Wendepunkt. Zum 31. März 2015 fällt die Milchquote in der europäischen Landwirtschaft. Dies bedeutet, dass es keine verbindliche Mengenbegrenzung mehr geben wird.

Bei einer Expertenanhörung im Europäischen Parlament in der letzten Woche hatten wir Abgeordneten die Gelegenheit, uns einen fachspezifischen Einblick zur Zukunft des Milchsektors und zum Milchpaket in Europa zu machen.

Der Farmer Ducan Maughan aus England berichtete über seine Erfahrungen und nutzte die Gelegenheit offensiv für diverse Lebensmittelkonzerne zu werben. Dieses Verhalten hat mich derart erzürnt, dass ich den Redner aufforderte, derartige Schleichwerbung im Europäischen Parlament zu unterlassen. Wir wollen eine sachliche, objektive Analyse der Situation bei den Expertenanhörungen und keine Werbung für globale Lebensmittelkonzerne. Für mich liegt der Verdacht nahe, dass Ducan Maughan seine Redezeit bewusst missbraucht hat, um aufzuzeigen, wie begrenzt die Strukturen und Möglichkeiten der EU in der Agrarwirtschaft im Gegensatz zu denen der Großindustrie sind. Europa ist aber mehr als ein Großkonzern. Die Milchbauern werden von den mächtigen Handels- und Lebensmittelkonzernen keine passenden Antworten bekommen. Wir brauchen klare, tragfähige und auch regionale Strukturen, um unsere Milchbauern zu unterstützen!

Ich lasse den Vorgang derzeit beim Transparenzregister des Europaparlaments prüfen. Der Ausschussvorsitzende blieb mir bisher eine Erklärung für die Vorgänge schuldig.

Anmerkung: Anbei auch der youtube – link, der den entsprechenden Ausschnitt des Hearings in deutscher Übersetzung zeigt:

Hearing im Agrarausschuss

  • 09.07.2016, 13:00 – 15:00 Uhr
    Christopher Street Day München mit Maria Noichl, MdEP | mehr…
  • 16.07.2016, 14:00 Uhr
    Kundgebung: Bayern stoppt CETA – mit Maria Noichl, MdEP | mehr…
  • 29.07.2016, 19:00 – 21:30 Uhr
    Sommerseminar der Georg-von-Vollmar-Akademie e.V.: Agrarinvestitionen, „Land Grabbing“ und co. | mehr…

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